Schon im Morgengrauen des 13. Juni 2026 vibrierte der Strand von La Centrale in Hossegor im Rhythmus des allerersten Red Bull King of the Mousse. Mit 60 Teilnehmern auf ausgelosten Softboards bot der Spot in den Landes eine echte Show zwischen Fun-Contest und hochwertigem Free Surf.
Red Bull King of the Mousse: ein Schaumstoff-Contest mit Goldwert in Hossegor
Organisiert im Rahmen des Strandfests, fand das Sportevent sofort sein Publikum. Die Wellen von 1,20 m liefen bei leichtem Offshore-Wind glassy und boten ein ideales Spielfeld für kreative Manöver. Das Konzept, angelehnt an die Idee von Jamie O’Brien auf Hawaii, schreibt Schaumstoff für alle vor: Jeder fährt ein Foamie, ob Profi, Amateur oder Student.

Perfekte Bedingungen: 1,20-m-Swell und Offshore-Wind
Wettkampfleiter Vincent Duvignac brachte es mit einem Wachsstrich auf den Punkt: „Hypercleane Rechte und Linke, perfekt für sauber gezogene Turns und Floater auf Schaumstoff.“ Dank des ab 9 Uhr abgestimmten Gezeiten-/Wind-Timings wurde jeder Heat auf ultraregelmäßigen Wänden ausgetragen, ideal zum Punkten beim wichtigsten Kriterium: purer Kreativität.
Zwischen zwei Heats verwandelte sich der Strand mit DJ, Foodtrucks und Softboard-Surfschnupperkursen für Kids in einen Sand-Skatepark. Neugierige Zuschauer konnten im Kalender der traditionellen Wettkämpfe in Hossegor blättern und die eher „rootsige“ Atmosphäre mit der der QS- oder Challenger-Series-Touren vergleichen.
Ungewöhnliches Format, nur Schaumstoff-Regeln: Warum es in den Landes so gut ankommt
Der Erfolg zeigt sich in den Gesichtern: Man braucht keinen Hightech-Quiver, um einen Carve hinzulegen. Schaumstoff bringt alle auf ein Level und setzt die verrücktesten Moves frei. Das Ergebnis: ein begeistertes Publikum, Nonstop-Show und totale Chancengleichheit.
- Board-Lotterie : Das „Shred-Rad“ reicht vom kleinen 5’0 ohne Finne bis zum trägen 9′-Long-Softboard.
- Stilorientiertes Judging : Flow, Anpassungsfähigkeit und Originalität zählen mehr als reine Radikalität.
- Beachparty-Atmosphäre : Livekonzerte, Algen-Tacos, Foamie-Shaping-Workshops.
- Lokale Sichtbarkeit : Clubs aus den Landes und Studenten teilen das Line-up mit den europäischen Topstars.
Ein Format, das bereits bei anderen Events wie dem William Aliotti Invitational getestet wurde, beweist, dass ungezwungenes und unverfälschtes Surfen genauso viele, wenn nicht mehr Menschen anzieht wie ein klassischer World-Surf-League-Contest.
Das Shred-Rad: genussvolle Softboard-Lotterie
Jede Auslosung vor dem Rad erinnert an eine TV-Show: Spannung, Applaus, dann ein zufälliges Urteil. Ein prägnantes Beispiel: Marie Delanne, lokale Juniorin, bekommt ein 5’4 Twinless, landet einen Tube in 60 cm Schaum und holt die beste Frauenwelle. Ein Beweis dafür, dass Talent wichtiger ist als das Material.
Ergebnisse und prägende Anekdoten der ersten Ausgabe
Nach den Finals feierte die improvisierte VIP-Zone unter den Pinien die Gewinner bei einem Ingwer-Kombucha-Bier. Hier die Zusammenfassung:
| Platz | Surfen | Club/Origin | Ausgelostes Board | Prägender Move |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Lucas « Lulu » Bastos | Capbreton Surf Club | 7’0 Soft Single Fin | Gelandeter Reverse Aerial Shuvit |
| 2 | Marie Delanne | Hossegor Surf School | 5’4 Flat Deck ohne Finnen | Backside-Tube auf 1,20 m |
| 3 | Jules Martínez | Universität Bordeaux | 9’0 Soft Log | Hang Ten + Body Varial |
Hinter dem Podium haben bereits mehrere Rider angekündigt, es nächstes Jahr wiederholen zu wollen, überzeugt davon, dass Schaum die Zukunft des Surf-Spektakels ist. Die technischen Marken beobachten das Phänomen: ein boomender Markt für leistungsstarke Softboards.
Wer konnte sich für den Red Bull King of the Mousse anmelden?
Der Wettbewerb stand Amateur-Surfern, Clubmitgliedern, Studierenden und lokalen Persönlichkeiten offen, unabhängig vom Niveau, sofern sie volljährig waren und auf den von der Organisation bereitgestellten Schaumstoffboards surften.
Warum werden ausschließlich Schaumstoffboards vorgeschrieben?
Das Konzept zielt auf Fairness ab: Alle Teilnehmer starten mit Material mit ähnlichem Fahrverhalten, sodass sie sich durch Stil und Kreativität statt durch die Technologie von Resin-Boards ausdrücken müssen.
Wie bewerten die Juroren die Heats?
Die wichtigsten Kriterien sind die Anpassung an das ausgeloste Board, die Kreativität der Manöver, die Vielfalt des Repertoires und die Verbindung mit der Welle. Rohe Radikalität zählt weniger als Flow und Einfallsreichtum.
Wird die Veranstaltung wiederholt?
Angesichts des Erfolgs bei Publikum und Medien lassen die Veranstalter und das Rathaus von Hossegor durchblicken, dass eine zweite Ausgabe für den nächsten Sommer bereits in Planung ist.

