Arnaud Binard: Ein Leben in den Landes in einem teilweise selbst entworfenen Haus

Wenn man von Arnaud Binard spricht, denkt man sofort an die Line-ups von Hossegor: Der Schauspieler gleitet dort schon im Morgengrauen ins Wasser, bevor er in sein selbst erdachtes Refugium zurückkehrt. Nahaufnahme eines Lebens in den Landes im Rhythmus der Gezeiten, der Dreharbeiten zu „Emily in Paris“ und eines teilweise maßgeschneiderten Hauses.

Ein persönliches Architekturprojekt als geheimer Spot gedacht

Binard hat nicht nur einen Pflock eingeschlagen, um sein Board abzustellen: Er hat die wesentlichen Pläne für sein Zuhause gezeichnet. Das Ziel? Den Flow einer Röhre in den Landes nach innen zu übertragen: offene Räume, flach einfallendes Licht und visuelle Freiräume wie an einem glassy Peak.

Beim Bau wurde dem lokalen Handwerk viel Raum gegeben. Tischlerarbeiten aus in Soustons gesägter Strandkiefer, Ziegel aus Labenne für den Speicherofen und Tonfresken in den Ockertönen des Baskenlands: Das Ganze spiegelt ein Innendesign wider, in dem jedes Material von der Küste erzählt.

Ökologisch durchdachte Materialien: die wichtigste Checkliste

  • Brettschichtholz aus FSC-zertifizierten Wäldern.
  • Kalkputz, damit die Wände der salzhaltigen Luft ausgesetzt atmen können.
  • In das Satteldach integrierte Solarpaneele, die durch Hohlpfannen verdeckt sind.
  • Dämmung aus Hanfwolle, hergestellt in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Die lokalen Shaper bestätigen: In einem solchen Haus in den Landes zu leben, senkt den CO₂-Fußabdruck und bewahrt zugleich die authentische Atmosphäre der Küste. Eine Inspiration, die sich auch in der Initiative Soorts-Hossegor Architektur findet, die die zwischen Ozean und Wald errichteten Modelle dokumentiert.

Der Alltag: Sessions, Heimwerken und Permakultur-Gemüsegarten

Wenn der Wellengang schwach ist, geht es zum Fatima-Strand in Seignosse für einen kleinen Glassy-Spot am späten Nachmittag. Arnaud bevorzugt diese ruhigen Zeitfenster, um unerkannt zu bleiben, und kehrt dann zurück, um seine alten Tomatensorten zu schneiden oder ein Regal aus Treibholz anzupassen. Der Mix aus Surfen und Slow Life prägt seinen Lebensstil und prägt sein Schauspiel: Er spricht von einer „Küsten-Energiebank“, die am Set nutzbar ist.

Kalender 2026 der Surf- & Kulturveranstaltungen rund um Hossegor

Zeitraum Veranstaltung Ort Nützlicher Link
April Französische Juniorenmeisterschaften Die Nord Offizielle Informationen
September Quiksilver Festival 2025 (auf 2026 verschobene Ausgabe) Capbreton-Hossegor Vollständiges Programm
November Forum für nachhaltiges Wohnen Seignosse-Bourg Perspektiven der Küste

Zwischen zwei Dreharbeiten – „Meurtres à Pont-L’Évêque“ hat es erneut bewiesen – bleibt Binard Seignosse treu. Dort trifft er seine Session-Partner: einen erfahrenen Shaper, eine Yogalehrerin und einen Notarzt, der Twin Fins liebt. Die Gruppe veranschaulicht die soziale Vielfalt der Küste, fernab von Klischees.

Große Familie und Hauskonzept im Wandel

Vier Kinder unterzubringen bedeutet einen flexiblen Grundriss: ein modulierbares Zwischengeschoss, durchgehende Zimmer und ein umwandelbares Büro, wenn das jüngste Kind seine Gitarrenübungen macht. Das Zwischengeschoss über dem Wohnbereich bietet einen Blick auf das Blätterdach, während die nach Westen ausgerichtete Terrasse im Sommer als Freiluftkino dient.

Fokus auf die Gemeinschaftsbereiche

Die Shape-Werkstatt grenzt an die Außenküche: Arnaud repariert dort seine eigenen Finnen, bevor er eine Sake-Ingwer-Sauce für die Austern aus dem Meeressee zubereitet. Ergebnis: Das Teilhaus wird zu einer multimodalen Plattform, die Schauspielkunst, Surfcraft und lokale Gastronomie vereint.

Für diejenigen, die davon träumen, sich an der Küste niederzulassen, ohne das Budget zu sprengen, bietet die Rubrik Clever reisen nomadische Tipps, während ein Roadtrip im Van die ideale Möglichkeit bleibt, die Region zu testen, bevor man seinen Quiver abstellt.

Die kulturelle Verwurzelung eines surfenden Schauspielers

Auch wenn er in „Sous le Soleil“, „Alice Nevers“ oder „Brocéliande“ auf dem Bildschirm brillierte, bekennt sich Binard zu einer tiefen Verbundenheit mit der Landes. Seine Proben finden oft mit Blick auf den Ozean statt, Kopfhörer auf den Ohren, das Board an das Geländer gelehnt. Die mystische Ausstrahlung der Kiefer prägt die Anfänge jeder Rolle.

2026 erkundet sein nächstes Kinoprojekt die gascognische Mythologie: ein esoterischer Thriller, dessen einige Szenen im Pinienwald von Tarnos gedreht werden – ein Beweis dafür, dass die Küste weiterhin sein Studio in Lebensgröße ist.

Warum hat Arnaud Binard die Küste der Landes als Basis gewählt?

In Seignosse geboren, findet er dort ein Gleichgewicht zwischen Dreharbeiten und Surf-Sessions. Die natürliche Umgebung prägt sein Schauspiel und bietet ein Netzwerk von Handwerkern für seine persönlichen Architekturprojekte.

Welche Materialien dominieren den Bau seines Hauses?

Die lokale Strandkiefer, Ziegel aus Labenne, Naturkalk und Hanfwolle bilden das Gerüst eines umweltfreundlichen Wohnhauses im Stil der Landes.

Nimmt der Schauspieler noch an Surf-Wettbewerben teil?

Nein, er bevorzugt Freesurfen in den ersten Morgenstunden. Seine Auftritte beschränken sich auf Wohltätigkeitsvorführungen oder Tests von Prototyp-Surfboards.

Ist das Haus für Besichtigungen öffentlich zugänglich?

Derzeit nicht. Nur einige Architekten und Innenarchitekturstudenten konnten die Räumlichkeiten bei privaten Workshops entdecken.

Was sind seine nächsten TV- oder Kinoprojekte?

Nach „Meurtres à Pont-L’Évêque“ ist für 2027 ein esoterischer Thriller in Vorbereitung, der zwischen Tarnos und Biarritz gedreht wurde.